Erfolgsfaktoren für Führungskräfte: unsere Top 10

Erfolgsfaktoren für Führungskräfte

Gute Führungskräfte sind rar gesät, heißt es. Stimmt das? Wahr ist: Oft werden diejenigen in Leitungspositionen befördert, die „an der Reihe“ sind oder fachlich besonders kompetent. Das allein reicht aber nicht.

Natürlich, Führung kann man lernen. Dennoch: Manche Menschen sind für Führungsrollen geeigneter als andere. Worauf es wirklich ankommt? Hier sind unsere Top 10.

Erfolgsfaktor #1: Menschen mögen.

Das klingt so banal, ist es aber gar nicht. Wer ein Team führt, hat ständig mit Menschen zu tun. Kommunikation ist in der Führung alles.

Wer eigentlich lieber an seinem Computer sitzt und Konzepte ausbrütet oder Statistiken auswertet, fühlt sich schnell überfordert, wenn er ständig mit Menschen kommunizieren muss.

Wer das als Last empfindet, wird sich sehr wahrscheinlich schwertun, eine Führungsrolle erfolgreich auszufüllen. Und leidet am Ende selbst darunter.

Erfolgsfaktor #2: Gut sein.

Nein, nicht fachlich. Das natürlich auch. Aber auch moralisch. Gilt als für Leadership heute: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut?“ Naja, das ist vielleicht etwas zu hochtrabend gesagt. Aber eine Führungskraft ist nur dann überzeugend, wenn sie die Ideale, die sie einfordert, auch selbst verkörpert. Sie muss Vorbild sein.

Empathie, Ehrlichkeit, Offenheit und ein solides Werteverständnis gehören zu guter Führung unabdinglich dazu.

Das bedeutet auch: Wer führt, muss authentisch sein. Wer sich nur den Anschein von Ehrlichkeit und Empathie gibt, fliegt nicht nur früher oder später auf. Er verwirkt sich auch jeden Anspruch auf Vertrauen seiner Mitarbeiter. Das aber ist die Grundlage einer guten Zusammenarbeit.

Erfolgsfaktor #3: Kritik händeln und konstruktiv kritisieren können.

Natürlich versteht sich das ein wenig von selbst. Kritik üben ist eine der wichtigsten Dinge, die eine Führungskraft zu tun hat. Und eine der schwierigsten. Denn schließlich geht es auch immer darum, den anderen nicht zu kränken, sondern auf Schwachstellen konstruktiv hinzuweisen.

Zugleich muss auch eine Führungskraft Kritik einstecken können – und positiv umsetzen. Wer als Führungskraft austeilt, aber nicht einstecken kann, macht sich schnell unbeliebt und zeigt keine Stärke.

Wer zu „nett“ ist, um kritische Worte zu finden, erweist sich und dem Unternehmen ebenfalls einen Bärendienst. Eine gute Intuition für die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt ist daher Gold wert.

Ebenso wichtig wie Kritik, das sollte man ebenfalls nicht vergessen, ist natürlich das Lob. Mitarbeiter müssen auch mit einem Lob an der richtigen Stelle ab und an motiviert werden!

Erfolgsfaktor #4: Systemisch denken.

Und das auch in digitalen Strukturen! Natürlich muss eine gute Führungskraft nicht alles können und nicht alles wissen.

Sie muss aber im Blick haben, welche Aufgabenfelder es gibt, was von welchem Teammitglied bearbeitet wird. Und sie muss zumindest in groben Zügen wissen, worauf es bei diesen einzelnen Aufgaben ankommt.

Zum systemischen Denken gehört natürlich auch eine gewisse Analysefähigkeit und eine Fähigkeit, Teams und Aufgaben zu organisieren und auf die richtigen Teammitglieder zu verteilen.

Dafür gibt es mittlerweile viele hilfreiche Projektmanagement-Tools. Doch diese Tools sind nur so gut, wie sie genutzt werden. Eine gute Führungskraft ist darum nicht nur in der Lage, zu erkennen, welches Tool für seine Zwecke nützlich sein könnte. Sie kann auch Prozesse darin steuern und so auch virtuelle Teams managen.

Gerade im digitalen Zeitalter ist es wichtig, den Überblick zu behalten und die Zusammenarbeit zu koordinieren. Wo Teams nicht mehr notwendigerweise physisch zusammensitzen, bleiben Fehler oder Ineffizienz sonst allzu leicht allzu lange unbemerkt.


Eine moderne Führungskraft sieht sich nicht als Herrscher, sondern als Dienstleister und Berater seiner Mitarbeiter.


Hartmut Laufer

Erfolgsfaktor #5: Menschen motivieren.

Motivationsfähigkeit ist etwas anderes als Durchhalteparolen und Chakka!-Rufe verteilen.

Motivationsfähigkeit entsteht zu einem Teil aus der Motivation der Führungskraft selbst. Wer sich nicht für das begeistert, was er tut, kann in der Regel auch andere nicht mitreißen.

Eine Führungskraft muss dabei den Blick immer schon etwas weiter ausrichten – auf das nächste Ziel, auf die große Vision. Daraus gewinnt sie einen Großteil ihrer eigenen Begeisterungsfähigkeit. Kann sie die eigene Vision an andere kommunizieren, entsteht ein motiviertes Team.

Motivationsfähigkeit entsteht also aus einer Kombination aus visionärem Geist und Begeisterung der Führungskraft. Es braucht aber noch mehr: Kommunikationsfähigkeit. Denn nur, wer die eigene Vision klar und mitreißend formulieren kann, motiviert andere.

Erfolgsfaktor #6: Gut vernetzt am Puls der Zeit bleiben.

Eine gute Führungskraft ist gut vernetzt und baut auch im Team gute Netzwerkstrukturen auf. Das Ziel ist es, das Unternehmen voranzubringen, nicht die eigene Position zu sichern.

Darum achten gute Führungskräfte auch darauf, dass das eigene Team mit anderen Mitarbeitern und Teams im Unternehmen im engen Austausch steht. Konkurrenzdenken ist hier fehl am Platz. Es geht immer um das gemeinsame Ziehen am selben Strang.

Dies macht sich immer positiv bemerkbar. Es ist aber auch und gerade dann wichtig, wenn es darum geht, Veränderungen im Unternehmen zu initiieren und zu begleiten.

Wer gut vernetzt ist, kann dann die richtigen Kräfte an der richtigen Stelle bündeln und effizient Veränderungen implementieren.

Erfolgsfaktor #7: Ehrgeiz und Durchhaltevermögen haben.

Zwar sollte eine moderne Führungskraft kein rücksichtsloser Karrierist sein. Das ist der Sache eher abträglich. Eine gesunde Portion Ehrgeiz jedoch ist wichtig und richtig. Sie gibt den Drive, weiterzumachen, vorankommen zu wollen. Und hilft auch, Misserfolge wegzustecken und einen neuen Anlauf zu nehmen.

Denn egal, wie gut eine Führungskraft ist: Manchmal gibt es Durststrecken. Dann ist Durchhaltevermögen gefragt. Auch dafür ist visionäres Denken hilfreich, das wir schon unter Punkt #5 ansprachen.

Erfolgsfaktor #8: Durchsetzungsvermögen und Konsequenz zeigen.

Auch das sind Kompetenzen, die im modernen Bild einer Führungskraft manchmal untergehen, auch wenn sie eindeutig dazu gehören. Natürlich soll ein Leader nicht herrschen wie von Gottes Gnaden und seinen eigenen Willen um jeden Preis durchsetzen.

Doch mit Basisdemokratie funktioniert Führung eben auch nicht. Noch immer ist es Teil der Führungsrolle, Entscheidungen zu treffen – und auch konsequent umzusetzen.

Wichtig ist vor allem ein Gespür dafür, wann welche Teammitglieder in welcher Form einbezogen werden sollten. Denn andere Meinungen sind wichtig, damit die richtige Entscheidung getroffen wird.

Erfolgsfaktor #9: Sozialkompetenz besitzen.

Klar, Sozialkompetenz ist eine der wichtigsten „Querschnittkompetenzen“ einer Führungskraft. Modernes Leadership braucht nichts so sehr wie Soft Skills. Echte soziale Kompetenz zeigt sich in jeder Form der Kommunikation:

  • im Umgang mit Kritik,
  • in der Fähigkeit, die eigene Position zu relativieren und die Interessen des Unternehmens in den Vordergrund zu stellen,
  • in der Fähigkeit, Netzwerke zu bilden und effektiv zu nutzen
  • und in so vielem anderen.
Erfolg als Führungskraft

Erfolgsfaktor #10: Humor leben.

Seien Sie sicher: Irgendwas geht immer schief. Schließlich sind wir alle nur Menschen. Egal, ob es ein Fehler eines Mitarbeiters ist oder der eigene, Humor ist wichtig. Natürlich schmerzen manche Fehler – und haben vielleicht üble Konsequenzen.

Doch was passiert ist, ist passiert. Was man nicht ungeschehen machen kann, daraus kann man nur lernen – und es eben mit Humor nehmen. Wem der Humor fehlt, der verbittert allzu schnell. Das kann einem die Arbeit ziemlich schnell verleiden. Also besser alles etwas leichtnehmen und die Fehler als Chance zum Lernen begreifen!

About the Author

Unternehmer, Trainer, zertifizierter ROMPC-Berater und Coach, Humorcoach, gefragter Redner bei Kongressen, öffentlichen und internen Seminaren und Free the Limbic®Business Consultant.




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