Kompetenzen als Führungskraft: an diesen 8. Punkten kommen sie nicht vorbei!

Kompetenzen als Führungskraft

Führungskräfte müssen führen. Klar, das ist ihre Aufgabe.

Dass es dabei mit Anweisungen geben alleine nicht getan ist, ist Ihnen als Führungskraft sicher auch klar. Doch was genau sind die Anforderungen in einer Zeit, in der sich scheinbar alles immerzu wandelt?

Die Anforderungen an eine Führungskraft sind ganz schön hoch – und können manchmal erdrückend wirken. Durch den technologischen Fortschritt unterliegen auch Prozesse in Unternehmen immer schnellerem Wandel. Worauf kommt es da wirklich an? Was muss eine Führungskraft bedenken?

Hier sind die Top 8 der Kompetenzen als Führungskraft, die für Sie als Führungskraft heute unverzichtbar sind.

1. Kommunikative Kompetenzen als Führungskraft – die Grundlage für erfolgreiche Führung

Im Kern bleibt alles wie es ist. Das Wichtigste, was eine Führungskraft beherrschen muss, ist gute Kommunikation. Die hat aber viele Facetten.

Wertschätzung in der Kommunikation sollte ohnehin selbstverständlich sein.

Mitarbeiter wollen einbezogen werden, erst dann arbeiten sie wirklich effizient und engagiert. Auch dieses Einbeziehen muss glaubhaft sein. Das bedeutet, Sie müssen auch tatsächlich offen für die Ideen Ihrer Mitarbeiter sein. Bloße Lippenbekenntnisse reichen nicht!

Die Technik schreitet voran. Dadurch ändert sich auch in Unternehmen viel, und das in kurzer Zeit. Dieser Wandel wird nicht von allen Mitarbeitern als Bereicherung erlebt. Manch einer sieht die Änderungen eher als Bedrohung; wieder andere zweifeln Machbarkeit und Sinn einer Neuerung an.

Eine wichtige Aufgabe der Führungskraft ist es darum, Change-Prozesse richtig zu kommunizieren.

Mitarbeiter dürfen nicht überfordert werden. Dennoch müssen Sie sie natürlich informieren und einbeziehen. Die große Kunst: die richtige Menge an Informationen auf die richtige Weise an die verschiedenen Individuen Ihres Teams vermitteln. Wichtig vor allem:

  • Machen Sie keine Versprechen, die Sie nicht halten können.
  • Wählen Sie aus, welche Informationen für die Mitarbeiter wichtig sind.
  • Sprechen Sie sich mit Kollegen ab, wer wann über welche Dinge informiert werden soll.
Kompetenzen als Führungskraft

2. Agilität und Handlungsfähigkeit sind gefragt

Natürlich stellt der technologische Fortschritt auch Sie selbst Herausforderungen. Auch Sie müssen flexibel sein. Change-Prozesse sollten Sie als Chance begreifen, als Weg, das Unternehmen in die Zukunft zu führen.

Genau das müssen Sie an Ihre Mitarbeiter weitergeben. Als Führungskraft müssen Sie Ihr Team motivieren, neue Wege im Unternehmen mitzutragen und zu gestalten.

3. Ziele und Zwecke transparent machen

Wer führt, muss auch ein Stück weit visionär denken. Kreative Ideen für die Zukunft entwickeln und die Mitarbeiter mitzureißen ist ein wichtiger Teil von Führung.

Nur wenn Sie selbst Begeisterung aufbringen, können Sie andere mitreißen. Dabei dürfen Sie freilich nicht die Realität aus dem Blick verlieren. Kommunizieren Sie zu visionär und emotional, beginnen konservativere Kräfte im Team zu zweifeln.

Kommunizieren Sie Ideen und Neuerungen darum positiv und bildreich, aber bleiben Sie klar und verständlich. Bennen Sie konkrete Ziele und Zwecke der Maßnahmen.


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Chinesische Weisheit

4. Kompetenzen als Führungskraft bedeutet auch Akzeptanz erzeugen

Akzeptanz bei den Mitarbeitern aufzubauen ist essenziell. Nur wer Notwendigkeiten einsieht und Ziele versteht, arbeitet auch engagiert und effizient.

Darum ist es wichtig, Mitarbeiter in das Erarbeiten von Problemlösungen und neuen Konzepten von Anfang an einzubeziehen.

Führungskräfte müssen sich aber auch im Klaren sein: Alle kann man nie mitnehmen. Es wird immer einzelne geben, die ein neues Projekt oder eine Änderung ablehnen. Das ist nicht Ihr Versagen, sondern ein normaler Prozess in jedem Team.

Wichtig ist, dass Sie genügend „Verbündete“ aufbauen, die die Veränderungen mit Ihnen tragen. Dann werden Zweifler nach und nach zu Verbündeten, Gegner zunehmend isoliert.

5. Mitarbeitermotivation auch in schwierigen Prozessen

Nicht jeder Prozess ist schön. Manchmal müssen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden. Und selbst wenn nicht: Auch bei Einführung großartiger Neuerungen ist nicht jede Phase des Prozesses freudig.

Im Gegenteil, in jedem Prozess gibt es nach der ersten Euphorie das „Tal der Tränen“. Das ist der Punkt, an dem Dinge nicht vorangehen wie geplant. Oder wo einfach erste Frustrationen auftauchen.

Auch diese Prozesse und Prozessabschnitte müssen bewältigt werden. Gerade in diesen Phasen ist die Motivationskraft der Führung gefordert.

Versuchen Sie, kleinere Rückschläge mit Humor zu nehmen (s. Punkt 8). Seien Sie geduldig, wenn etwas nicht sofort klappt.

Machen Sie zu jedem Zeitpunkt deutlich, wo im Prozess das Team jetzt steht und was als nächstes getan werden muss.

6. Diversität leben

Diversität ist ein Buzzword der letzten 10 bis 20 Jahre. Es hat aber auch seine Berechtigung.

Man braucht ein Team aus ganz verschiedenen Persönlichkeiten: Individualisten, Spezialisten, Netzwerker, Menschen mit verschiedenen Biografien und kulturellen Hintergründen.

Nutzen Sie das Potential dieser Verschiedenheit, anstatt es zu beklagen!

Freilich: Das erfordert manchmal viel Fingerspitzengefühl.

Individualisten etwa leisten oft einen wertvollen Beitrag, brüten Lösungsansätze aber eher alleine als im Team aus. Geben Sie diesen Mitarbeitern auch Raum, für sich selbst zu denken, bevor sie ihre Ideen mit dem Team teilen.

Spezialisten wiederum verstehen ihr Handwerk wie kaum ein anderer, lassen sich aber eben darum bisweilen schwer führen. Suchen Sie den Rat der Spezialisten und geben Sie ihnen das Gefühl, das Ihnen ihre Expertise wichtig ist.

Am besten nutzen Sie die Potentiale aller, indem Sie Ihr Team gut kennen. Holen Sie dann jeden Einzelnen dort ab, wo er steht – und bestärken ihn in seinen Kompetenzen.

Auch wenn die Arbeit im Team stattfindet: Jeder bleibt Individuum. Und als solches hat jeder einzelne nicht nur spezifische Stärken, sondern auch besondere Bedürfnisse, damit er diese optimal einbringen kann.

Wissen Sie als Führungskraft, wie jeder Einzelne „tickt“, ist es leichter, individuelle Potentiale zu nutzen.

7. Stärke zeigen

Stärke und Durchsetzungsvermögen sind wichtig!

Es ist so oft vom Einbeziehen aller Mitarbeiter die Rede. Da kann leicht der Eindruck entstehen, dass die Führungskraft Entscheidungen nicht mehr selbst trifft. Das ist natürlich nicht gemeint. Am Ende des Tages muss einer den Hut aufhaben!

Das bedeutet aber eben nicht, dass eine Führungskraft nur Befehle ausgibt. Und Stärke zeigen heißt nichtregieren wie ein absolutistischer König.

Integrität, Fairness und Offenheit für die Ideen anderer ist Teil dieser Stärke, die eine Führungskraft braucht.

Sie sollen also Durchsetzungsvermögen haben, aber immer respektvoll mit ihren Mitarbeitern umgehen. Dazu gehört auch eine gute Portion Geduld und Nachsicht.

8. Eine gesunde Portion Humor

Wir Deutschen tendieren ja manchmal etwas zur Verbissenheit. Auch eine Führungskraft muss jedoch auch ein bisschen Leichtigkeit haben. Muss mal Fünfe gerade sein lassen.

Humor kann nicht nur Spannungen lösen. Auch langwierige Prozesse oder Fehlschläge lassen sich mit ein wenig Sinn für Humor leichter ertragen.

Das sorgt für ein besseres, entspannteres Arbeitsklima! Und das wiederum trägt zum langfristigen Erfolg bei.

About the Author

Unternehmer, Trainer, zertifizierter ROMPC-Berater und Coach, Humorcoach, gefragter Redner bei Kongressen, öffentlichen und internen Seminaren und Free the Limbic®Business Consultant.




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