Networking von Führungskräften die 6 wichtigsten Regeln

Net­wor­king ist weit mehr als nur das em­si­ge Sam­meln von Vi­si­ten­kar­ten. Wie das Networking von Führungskräften funktioniert zeigen wir hier.  

Networking gehört heute quasi zum guten Ton: Kaum ein Manager, der heute nicht Konferenzen “zum Networken” besucht und sich online vernetzt, weil “Networking ja immer gut ist” und man ja schließlich “Synergieeffekte erzielen” möchte. Das stimmt natürlich.

Dennoch ist das Netzwerken um des Netzwerkens willen nicht besonders zielführend. Wer ein Business-Netzwerk aufbauen will, muss wissen, mit wem er sich zu welchem Zweck vernetzt.

Hier sind unsere sechs “Goldenen Regeln” für das Business Networking.

1. Nicht im Blindflug netzwerken.

Natürlich sind wir Menschen soziale Wesen. Als solche sind wir geneigt, jedes angenehme Gespräch mit einem netten Menschen als wertvoll zu erachten. Das ist auch gut so. Aber nicht jeder nette Mensch ist notwendigerweise auch für uns ein wichtiger Netzwerkkontakt.

Immer wieder ist zu beobachten, dass Texter auf Texter-Veranstaltungen gehen, Digitale Nomaden auf Digitale Nomaden-Konferenzen und Marketeers auf Marketing-Veranstaltungen. Das ist nicht immer zielführend.

Dass wir einander das Leid klagen oder uns Erfolgsstories anderer anhören, kann manchmal hilfreich sein. Doch Geld kommt davon allein selten in die Kasse. Sie müssen also vor allem dorthin, wo Ihre Kunden sind. Und sich mit potentiellen Kunden vernetzen. Von netten Kollegen bekommen Sie vielleicht Inspirationen – seltenst aber Kunden.

Neben Kunden sind natürlich auch Menschen für Ihr Netzwerk interessant, die Sie weiterempfehlen können oder die den Schlüssel zu bestimmten Gruppen oder Institutionen in Händen halten, die Sie für Ihr Unternehmen brauchen.

2. Networking ist zeitintensiv.

Es geht aber beim Networking von Führungskräften nicht bloß ums Kennenlernen. Kontakte wollen auch gepflegt werden. Das bedeutet auch, dass nach einer ersten Kontaktaufnahme am besten zeitnah ein erster Austausch stattfindet, in dem Sie vielleicht einfach erst einmal sondieren, welche Optionen zur Zusammenarbeit sich bieten oder sich in Zukunft bieten könnten.

Wohnen Sie in derselben Stadt, ist ein persönliches Treffen natürlich optimal. Auch wenn sich dann nicht unbedingt sofort eine Perspektive für eine Zusammenarbeit ergibt, lohnt es sich – wenn es thematisch und menschlich passt – trotzdem, den Kontakt langfristig zu pflegen.

Tauschen Sie sich auch unabhängig von konkreten Anfragen und Bedarfen immer mal wieder aus. Melden Sie sich “einfach mal so”. Ansonsten verlaufen wertvolle Kontakte unter Umständen einfach im Sande!

3. Viel hilft nicht immer viel.

Kontaktpflege ist zeitintensiv. Darum ist es sinnvoll, sich auf eine beschränkte Anzahl von Kontakten zu konzentrieren und mit diesen intensive Beziehungen zu unterhalten. Mit mehr als 100 Personen intensive Geschäftskontakte pflegen? Unmöglich.

Darum: Setzen Sie auf Qualität statt auf Quantität.

4. Ehrlich und kooperativ währt am längsten.

Das Prinzip des Networkings von Führungskräften ist ehrlicher Austausch. Natürlich verspricht sich jeder etwas von einem Netzwerk. Es geht aber trotzdem um ehrliche und dauerhafte Verbindungen – bei denen man manchmal auch erstmal was investiert, bevor man etwas bekommt.

Klar, alle Menschen verfolgen ein Ziel, wenn sie ein Business-Netzwerk aufbauen, ausbauen und pflegen. Trotzdem geht es nicht darum, den richtigen Personen Honig um den Bart zu schmieren.

Es geht um aufrichtige Kontakte zwischen Menschen, die ein berufliche Schnittstelle haben. Eine Schnittstelle, an der sie zum wechselseitigen Nutzen agieren können.

Sympathie spielt in Netzwerken eine große Rolle! Seien Sie also hilfsbereit und authentisch. Verbinden Sie auch Ihre Kontakte untereinander, wo es Sinn macht. Nur so entsteht ein organisches Gebilde, auf dem Ihr Erfolg ruhen kann.

5. Nie alles preisgeben, aber immer teilen.

Natürlich gibt nie jemand alle seine Geheimnisse preis. Jeder hält, im Interesse seines eigenen Business, einen Kern zurück – das, was seinen Erfolg ausmacht.

Das ist nicht verwerflich, sondern notwendig, um das eigene Unternehmen zu erhalten. Wer aber panisch über seine Pfründe wacht und keine Information hergeben mag, wird früher oder später merken, dass es mit dem Netzwerken nicht so richtig funktioniert.

Denn darauf genau beruht ja der Netzwerkgedanke: Eine Hand wäscht die andere.

Wie schon erwähnt: Nicht immer gibt es eine sofortige “Kompensation”. Doch wer nie gibt und immer nimmt, bekommt irgendwann nichts mehr.

Solches Verhalten spricht sich in den jeweiligen Branchen oder Szenen schnell herum und führt im schlimmsten Fall dazu, das einem der schlechte Ruf schon vorauseilt.

6. Netzwerken braucht Strategie.

Was aus bisher genannten Punkten eigentlich schon hervorgeht: Business Networking von Führungskräften ist eine Strategie. Natürlich lernt man immer mal wieder interessante Menschen “einfach so” auf Veranstaltungen kennen. Darauf verlassen kann man sich allerdings nicht.

Darum ist es unverzichtbar, sich eine Strategie zum Aufbau eines Netzwerks zu überlegen. Dazu gehört auch, ein festes Zeitkontingent für das Netzwerken einzuplanen – etwa 10% der Zeit sind angemessen.

Wer überwiegend auf Veranstaltungen und Messen Kontakte aufbaut, kann auch eine bestimmte Anzahl an Veranstaltungen pro Jahr fest einplanen.

Im nächsten Schritt ist wichtig, festzustellen, wen man ansprechen möchte und mit welcher Zielsetzung, damit Veranstaltungen wie Messen oder Tagungen in Netzwerk-Hinsicht optimal genutzt werden können.

Und dann sollte im unternehmerischen Alltag auch immer ein bisschen Raum sein, um diese Kontakte zu pflegen. Wissen sollte im Netzwerk geteilt werden, Unterstützung gegeben. Das ist die Basis eines gesunden Netzwerks.

Zur Strategie gehört aber auch die Überlegung, was man wann mit wem teilt.

Beherzigen Sie diese sechs Punkte, werden Sie als Führungskraft in kurzer Zeit ein solides Netzwerk aufbauen, das Sie zum Vorteil Ihres Unternehmens einsetzen können.

Das steigert auch Ihren Wert als Führungskraft. Denn wer ein gutes Netzwerk hat, ist immer auch in einer Machtposition – beispielsweise bei der nächsten Gehaltsverhandlung.

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